Das Fahrwerk-Setup für mein Specialized Enduro Elite 29" Mountainbike ist hier für meine eigene Notiz aufgeführt.

Wer auf die Idee kommt, die Einstellungen einfach zu übernehmen, tut sich keinen Gefallen.

Ein Fahrwerk ist immer ganz individuell auf den Geschmack und Fahrstil eines Fahrers eingestellt und bedeutet nicht, dass jeder mit der Einstellung von Gabel und Dämpfer klarkommt.

 

Ich empfehle jedoch selbst einige Dinge auszuprobieren um zu schauen womit man am besten klarkommt. Ein paar kurze aufgeführte Punkte sollten euch helfen, das Fahrwerk ein wenig zu verstehen und etwas besser auf den eigenen Wunsch einzustellen!

 

Als erstes spielt das Fahrergewicht eine wichtige Rolle, die man anhand der PSI (Luftdruck) schonmal richtig einstellen muss. Ich wiege zum Beispiel 84 Kg fahrfertig und versuche mein Bike bei 25% - 30% SAG einzupendeln. Also pumpe ich die Federelemente so auf, damit der rote Gummiring den entsprechenden SAG (Negativ-Federweg) anzeigt.

 

Mit den Tokens in der Federgabel oder Tune-Setting des Dämpfers kannst du bestimmen ob das Fahrwerk eher linear einfedert (gleichbleibende Federhärte) oder progressiv einfedert (zunehmend härter je weiter im Federweg).

Baut man alle Tokens raus, wird das Federelement eher linear arbeiten. Setzt man Tokens ein, arbeitet das Federelement progressiver.

Wird ein Fahrwerk progressiv eingestellt, wird es relativ straff, hat dafür aber einen Durchschlagschutz bzw. Reserven bei harten Impacts. Dafür aber bockig und schwerer zu fahren.

Wird ein Fahrwerk linear eingestellt, wird es kompfortabel und schluckt dicke Brocken und viele auf einander folgende Schläge gut weg. Negativer Effekt ist aber zum Beispiel, dass es bei hartem Aufprall schonmal eher durchschlägt und sich nicht so aktiv fahren lässt. Grob gesagt!

 

Mit der Compression, was bei dem Enduro an der Pike in vielen Stufen durch das blaue Rädchen einstellbar ist, bestimmst du die Dämpfung. Die Dämpfung lässt sich komfortabel oder straff einstellen. Komfortabel eingestellt (wenig Klicks) ist das Fahrwerk schön weich und federt alles schön gemütlich weg. Allerdings rauscht das Fahrwerk eher mal durch den Federweg bei harten Hits. Das spielt aber auch wieder mit den PSI zusammen die man eingstellt hat.

Dreht man ein paar Klicks zu, wird das Fahrwerk straffer und lässt sich aktiver und aggressiver fahren. Kann aber unter Umständen weniger Grip in Kurven bewirken. Nicht übertreiben, sonst wird die Gabel auch einfach zu bockig. Viel Compression würde ich bei zum Beispiel langen Touren oder Uphills reindrehen. Bei anderen Gabeln oder Dämpfern hat man auch von ProPedal dabei gesprochen. Also ausprobieren was sich gut anfühlt.

 

Beim Monarch Dämpfer hat man einfach einen Hebel mit 3 Compression Setups; Hart - Mittelhart - Weich.

 

Rebound bestimmt wie schnell das Federelement nach eintauchen wieder ausfedert. Wenig Klicks und das Federelement raucht schnell wieder zurück. Viele Klicks und das Federelement bleibt bei auf einander folgenden Schlägen eher im Federweg oder rauscht sogar zu weit durch. Der Rebound hat auch einen großen Einfluss auf Grip in Kurven. Man sollte den Rebound so einstellen, dass das Bike nicht bockig wird, aber auch nicht so langsam, dass man in jedem Anlieger und Absprung versinkt.

 

Alles in einem ist die Fahrwerkseinstellung eine sehr komplexe Sache, was wie oben erwähnt Geschmackssacke ist! Nur ihr selbst, könnt rausfinden was für euch und eurem Fahrstil passt.

 

Ich bin auch ständig am ausprobieren und versuche noch ein Grundsetup zu finden... doch jeder Trail kann das Setup wieder über den Kopf werfen! ;-)

 

Federgabel: Rock Shox Pike | FAST 3 Way Faktory

Bemerkung / Datum: Token: HSC: LSC: PSI: Rebound:
Winterberg 03.09.2016 0 20 16 65 9

 

Dämpfer: Rock Shox Monarch Plus RC3

Bemerkung / Datum: Tune: PSI: Rebound:
Latsch 28.05.2016 M/M 145 12